Fortsetzung der Hörprobe - 18. Türchen im Advents Podcast

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Fortsetzung der Hörprobe - 18. Türchen im Advents Podcast

(18.12.2016 05:29) Baudelaire überlegt… (Fortsetzung von Türchen Nr. 18 in diesem Podcast)

Was allerdings überhaupt nicht ‚dufte’ war und Baudelaire schon gar nicht ‚schnuppe’: Das waren seiner Ansicht nach die schweren Saucen und allerlei ‚E´s’ - sie zerstörten in den meisten Fällen den Sinn der Nahrung. Viele seiner Kollegen verwendeten sie, solche Fertigprodukte und so manch Verzehr verlockend duftender Speisen, führte gar zur Übelkeit und langfristig alarmierend hohem Anteil an schlechten Body-Maß-Index (kurz „BMI“) in der Bevölkerung. Baudelaire konnte das nicht gutheißen.

Plötzlich läutete es am Hintereingang. Es war Juliette Rindsteiger, sie vertrat den Ausfahrer vom Bio-Bauern. Wenn Sie sich jetzt allerdings eine dicke schrumpelige Bauerstochter vorstellen, dann liegen Sie weit daneben! Sie war 1,72 m groß, 27, gesetzlich krankenversichert, BMI ~20, blaue Augen, schusselig. Nicht hip, nicht cool, nicht zu konventionell, nicht mutig, nicht einfach. Selbständig, loyal, nerdy, verständnisvoll, konsequent, pragmatisch, begeisterungsfähig. Keine Tussi, sportlich - und manchmal auch couch potato. Sie hatte Angst vor Schildkröten und vor zu schönen Männern. Ihre Pluspunkte: Sie hatte Manieren. Juliette musste mehrfach läuten, damit er es hören konnte. Er kannte Juliette schon seit Jahren, weil sie die ältere Tochter vom Bio-Bauern Rindsteiger war.

Die Juliette gefiel ihm, richtig verliebt war er in ihr Lächeln. Irgendwie war es nie der rechte Moment, denn um alle gleichzeitig kümmern konnte er sich ja auch nicht. Bei ihr hatte er sich gedacht, was heute nicht ist, ist morgen auch noch schön. Juliette´s Po wirkte so aufreizend in dem gelben Kleid, wenn sie das Gemüse ablud und auch ein interessantes Dekolleté war vernehmbar. Bloß verführen mochte er sie nicht von ihr lassen, denn jetzt war er ruhiger geworden (weshalb er ruhiger geworden war, erfahren Sie noch).

Sie lud gerade eine volle Selleriekiste vom Lieferwagen, schaute zu ihm rüber und meinte: »Hallo Baudelaire, hier bin ich! Hattest Du ein gutes Wochenende?«

Über das Buch: Baudelaire möchte herausfinden, wie er eine ganz bestimmte Fraktion seiner Gäste wieder glücklich machen könnte. Er bekommt eine Ahnung und unternimmt deshalb verschiedene Reisen. Es bleibt bis zum Schluss spannend, wie es mit seiner Liebe zu Fleur weitergehen wird, zumal er auf seinen Reisen, attraktive Frauen kennenlernt, die ihm nicht nur in seiner Mission weiterhelfen. Seine Tanzeinlagen, Notizbucheinträge und Gedanken, führen den Leser jedoch immer wieder heiter zu den Dreh- und Angelpunkten des Buchs zurück. Schließlich entwickelt Baudelaire auf seinen Reisen neben verschiedenen Spielen, auch noch ein bemerkenswertes Gastronomiekonzept.

Es ist als Komödie geschrieben, was es dem Leser erleichtert, sich mit der Thematik „Essen“ zu beschäftigen und dabei „ganz nebenbei“ etwas für seine Gesundheit zu tun. Das Buch ordnen wir in die Kategorien Beletristik, Humor, Unterhaltung, Kochen, Gesundheit oder Sport ein. Es sind 304 Seiten, auf denen die Themen Essen und Gastronomie ein wenig gesellschaftskritisch durchleuchtet werden.

Beide Artikel dienen der Stärkung eines gesundheitsförderlichen Lebensstils, durch Verbesserung des Wissens über Essen. Buch und Spiel sind deshalb ausgezeichnet für Sportler, Romanliebhaber mit Humor oder Fans von Gesellschaftsspielen geeignet.


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Spielregeln jeu-d‘œuvre (Kartenspiele Thema gesunde Ernährung)

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»OH JA!«
Ja, den Anfang fand ich ganz gut. Also der hat mich durchaus neugierig gemacht, ja! Relativ zum Ende hin: Da hätte ich richtig Bock gehabt. Da kam so eine richtige Euphoriewelle - wo ich mir gedacht habe ... jetzt, jetzt kommts richtig rüber ... bis dahin war es - wie soll ich sagen - sehr flach ansteigend. Und dann, dann hab ich mir gedacht »OH JA!«, jetzt kommt richtig was! ...
Dr. Bernd Wagner (rer. nat.) (Probeleser vor dem Lektorat), 08.07.2016 09:11

Grüße aus Bochum
Einen schönen, guten Morgen, Stephan,
auf den Spieltagen haben wir wieder viele nette Menschen getroffen und gute Gespräche geführt.
Deine Brokkoli-Karte liegt hier auf meinem Schreibtisch. Auch ich würde mich freuen, wenn wir in Kontakt bleiben und vielleicht mal etwas zusammen bewerkstelligen.
Mit den besten Grüßen aus Bochum
KarstenKarsten H. spielerei.de, Bochum 01.11.2016 11:22

eine feine Sache
Das Kartenspiel ist eine feine Sache – unsere Leser ... freuen sichBastian F. journal-frankfurt.de, 23.11.2016 15:27

Phantastische Ideen und überaus gut zu lesen. Die Optirant Idee ist zukunftsweisend
Wer viel liest, kennt das: Auf allen möglichen Büchern prangt das Prädikat „Bestseller“, doch tief in Dir da brodelt diese Sehnsucht nach dem einen Buch, das Dich förmlich in Erstaunen versetzt. Bestseller, dass wissen wir alle, sind a ein rein quantitativer Maßstab und spiegeln b nicht den echten Absatz. Und doch falle ich immer wieder auf Schrott rein. Ich empfehle dieses Buch als „Bestcontentler“, „Bestfoodideeler“ oder so ähnlich, weil es mir inhaltlich weitergeholfen hat und es für mich überaus amüsant zu lesen war.

Wir wissen alle, dass Humor und Witz verdammt individuell sind. Mich hat es jedenfalls angesprochen und ich bin auch der Ansicht, dass es zu wenige witzige Bücher in Deutschland gibt. Du kannst jedes noch so trockene Thema witzig verpacken und vermutlich ist das nicht ganz so einfach, sonst gäbe es mehr davon.

Wer kennt das nicht. Du hast einen Film bis zu Ende geschaut oder ein Buch bis zu Ende gelesen. Und dann stellst Du Dir die Frage: Wo war mein persönlicher Höhepunkt? Jedenfalls kann ich mit Bestimmtheit sagen, dass es diesem Roman mehrere Peaks gab. Ähnlich wie James Bond bei nur einem Auftrag nacheinander in verschiedene brenzlige Situationen gerät, hat auch Baudelaire mir vielschichtig ein paar Highlights geboten. Das Interview (ein Kapitel im letzten Drittel) hat mir inhaltlich am besten gefallen, zumal ich ja auch auf der Suche nach Inspiration war.

Beim Durchblättern war ich auf das Wort „Optirant“ gestoßen und weil ich beruflich mit der Gastronomie zu tun habe, bin ich überhaupt auf die Idee gekommen, mir ein solches Buch zu suchen. So eine Art Bildungsroman über Ernährung und Gastfreundschaft. Mich hatte dann interessiert: Wie sieht die Umsetzung der Optirant Idee aus? Kurz: Ich war auf der Suche nach Inspirationen für ein Startup und bin hier quasi multibel auf meine Kosten gekommen und halte die Optirant Idee für zukunftsweisend. Es könnte hieraus ein neuer Hype für Digitalisten und Gastronomie entstehen und ich denke, dass ist auch die eigentliche „Vision“ von der Daniel in seinen Anmerkungen schreibt. Er zeigt auf, was alles möglich sein könnte und durchaus realistisch. Ich möchte nicht zu viel verraten, nur ein kleiner Hinweis: Die derzeitigen Entwicklungen im Lebensmittelhandel/Industrie und in der Gastronomie sind sicher das komplette Gegenteil von einem „Optirant“.

Tja und was kannst Du sonst noch im Buch zu entdecken? Ich würde sagen das Abwechslungsreiche: Hessisch, bayerisch … alles dabei! Hier mal ein Zitat aus Seite 280: „Mia ois Vaband könntn´ versuchen so eine Art Raund Teibl …“ solche Stellen fand ich regelrecht authentisch und waren auch für mich als Nordlicht hervorragend verständlich. Die Dialekte halten sich jedoch in Grenzen, weil Daniel sie nur diversen Nebenrollen angedichtet hat. Baudelaire ist eher hochdeutsch unterwegs. Ich denke das ist auch ein wesentlicher Bestandteil der Komödie. Auch als Film könnte ich mir den Spitzenkoch überaus gut vorstellen. Ich hab´den Film schon im Kopf.

Und dann war da noch das Lernspiel für gesunde Ernährung. Geniale Idee. An dieser Stelle möchte ich mich gerne der anderen Empfehlung hier anschließen.

Bleibt zu guter Letzt noch die Frage: Wenn alles so reichlich schön ist, warum dann nur drei Sterne? Ich habe lange überlegt: Die Bewertung hier ist ja eher eine Gesamtbewertung. Und das ist ein Dilemma: Bei meiner Gesamtbewertung unterscheide ich zwischen Produkt, Service, Auswahl. Roman und Spielidee erhalten bei mir volle Punktzahl mit Sternchen. Von mir gibt’s also mehr Sterne am Himmel. Bei der Suche nach einem Lernspiel für gesunde Ernährung scheitert es an Service und Auswahl. Denn das Jeu-d´Oevre wird leider gar nicht angeboten, obwohl hier sogar in der Produktbeschreibung steht. Vielleicht ist es nicht lieferbar, nur dann würde mir ein Hinweis weiterhelfen. Wenn ich im Laden danach Frage bekomme ich ja auch eine Antwort. In Summe komme ich also auf nur drei Sterne.

Mein Fazit: Allen Lesern die sich für gesunde Ernährung interessieren, kann ich diese Komödie wärmstens empfehlen. Sie ist gut strukturiert, zugänglich geschrieben und sie behandelt alle möglichen Elemente, die für eine erfolgreiche Umsetzung im Alltag notwendig sein könnten und nicht nur einzelne Punkte für die Gastronomie. Phantastische Ideen und flüssig zu lesen. Programmierer, der Handel und Gastronomen könnten hier meiner Meinung nach reichlich Inspiration schöpfen. gabiechy , 24.01.2017 19:03